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Quartiersvereinbarung für das Sudenburger Wohngebiet Friedenshöhe

Oliver Müller

Anfrage zur Stadtratsberatung am 14. Oktober 2010

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
vor wenigen Monaten fand auf Initiative der GWA Sudenburg/Lemsdorf gemeinsam mit der WOBAU in der GS Friedenshöhe eine Bürgerversammlung zu möglichen Entwicklungsperspektiven des Sudenburger Wohngebietes Friedenshöhe statt. Auch die MVB GmbH war mit vor Ort vertreten. Zwischen 80 und 100 Anwohner waren dazu erschienen. Neben vielfältigen Fragen, die angeregt und konstruktiv diskutiert wurden, standen vor allem die durch die WOBAU vorgestellten Ideen, Pläne und Entwicklungschancen für das Wohngebiet Friedenshöhe im Mittelpunkt des Interesses. Hierzu kündigte die WOBAU eigens eine Mieterbefragung an, die im Monat April starten sollte. Doch auch die Frage der ÖPNV-Anbindung wurde hinterfragt und bedarfsorientierte Nachbesserung gefordert, die die MVB bereitwillig zur weiteren Prüfung mitnahm.

Seither ist gut ein halbes Jahr vergangen. Zeit genug, um eine erste Bilanz zu ziehen und den Oberbürgermeister zu fragen:

In welchem Zeitraum wurde auf welche Weise mit welchem Fragespiegel die angekündigte Mieterbefragung der WOBAU durchgeführt? Wie war die Resonanz? Welche Ergebnisse liegen nunmehr vor? Welchen handlungsleitenden Maßnahmen werden abgeleitet? In welcher Weise finden dabei Mieterinteressen Berücksichtigung? Sind weitere Formen der Mieter/Bürgerbeteiligung vorgesehen? Wenn ja, wann und wie? Wäre die Einrichtung eines Mieterbeirats wünschenswert? Wie gestaltet sich die Informationspolitik der dortigen Mieter generell, deren Wohnblöcke sich in enger Nachbarschaft zur Geschäftszentrale der Wohnungsbaugesellschaft befinden? Wann und wo wird die nächste Bürgerversammlung zu diesem Thema stattfinden. Welche Möglichkeiten der Einbindung der GWA gibt es vor Ort?

Welche Möglichkeiten werden analog vergleichbarer Magdeburger Wohngebiete hinsichtlich einer Quartiersvereinbarung gesehen? Was könnten konkrete inhaltliche Kriterien sein? Wer wären die konkreten Partner, welcher Zeitrahmen wäre dabei in den Blick zu nehmen.

Welche landes-/ bundesweiten Fördermöglichkeiten bieten sich dazu eventuell zur Unterstützung an? Welche Beschlüsse, insbesondere auch des Stadtrates der LH Magdeburg sind dazu notwendig, wie ist der Stand der Vorbereitung?

Was ist neben Abriss oder Rückbau als Umsetzung neuer innovativer Wohnformen konkret vorgesehen? Wann ist mit dem Beginn konkreter Baumaßnahmen zu rechnen?

Wie beurteilt die WOBAU als der Großvermieter vor Ort die ÖPNV-Anbindung seiner Mieter, insbesondere im Kontext des Altersdurchschnitts und prognostizierter demographischer Entwicklungen? Wäre eine Überplanung der Linienführung der Buslinie 61 bzw. die Neueinrichtung bzw. Verlegung von Haltestellen wünschenswert? Welche Rolle misst dabei die WOBAU einer optimalen und vor allem barrierefreien Gestaltung der Endhaltestelle/Wendeschleife der Straßenbahn im Kroatenweg bei?

Ich bitte um kurze mündliche und ausführliche schriftliche Stellungnahme.

Oliver Müller                
Stellv. Fraktionsvorsitzender

F0154/10 Quartiersvereinbarung für das Sudenburger Wohngebiet Friedenshöhe
S0276/10 Stellungnahme

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