Eine Jugendfläche für die Stadt prüfen
Antrag zur Stadtratssitzung am 27. August 2026
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt zu prüfen, an welchen Plätzen oder Flächen in der Stadt, die außerhalb der Spielplatzflächenkonzeption liegen, die Herrichtung eines Aufenthaltsortes für explizit junge Menschen in Frage kommt. In der Prüfung sollte berücksichtigt werden, welche B-Pläne dazu womöglich in der Folge entsprechend angepasst werden müssten.
Begründung:
Jungen Menschen fehlen in der Stadt faktisch Orte zum Abhängen oder gemeinsamen draußen chillen. Stellt man solche nicht zur Verfügung, sucht man sich diese als junger Mensch selbst. Und dann entstehen die typischen Konflikte: Dem einen Anwohner ist es zu laut, Müll wird an anderen Orten nicht immer adäquat entsorgt. Junge Menschen sitzen mit Freund:innen auf Spielplätzen zusammen, weil ansonsten einfach überdachte Sitzmöglichkeiten an anderer Stelle fehlen.
Das ist mindestens schade. Denn schon jetzt gibt es zahlreiche Orte in der Stadt, an denen Jugendliche quasi „geduldet“ werden, man ihnen aber nicht wirklich den Raum schaffen möchte, nach dem sie sich sehnen. Wenn man mit Jugendlichen auf der Straße spricht, sind ihre Ansprüche dabei gar nicht einmal so groß: Möglichst sollte ein solcher Ort „wetterfest“ (vor allem vor Regen geschützt) sein, idealerweise etwas abgelegener, um nicht mit Anwohnern in Wohngebieten wegen Ruhestörung in Konflikt zu geraten und damit auch mal etwas lauter Musik gehört werden kann, ein Container zur Entsorgung von Glasflaschen und optimalerweise läge eine Grillwiese mit Entsorgungsmöglichkeit (ähnlich wie im Nordpark) in der Nähe. Also warum schauen wir als Stadt nicht einmal, was man ihnen unterstützend dafür herrichten könnte?
Rebekka Grotjohann und Noah Biswanger
Fraktionsvorsitzende
A0168/26 Eine Jugendfläche für die Stadt prüfen
→ der Antrag wurde beschlossen
