EHEC-Infektionswelle
Anfrage zur Stadtratsberatung am 23. Juni 2011
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
bei der Bekämpfung der EHEC-Infektionswelle spielt Zeit eine wichtige Rolle. Um Infektionen erfolgreich zu verhindern, müssen die Infektionsquellen und -wege aufgeklärt werden, auch wenn dadurch "nur" Kontaktkontaminationen aufgedeckt werden. Nach Informationen der TAZ vom 10. Juni 2011 wurde am 25. Mai das Magdeburger Gesundheitsamt über die EHEC-Erkrankung einer Magdeburger Familie informiert. Proben der Lebensmittel der Erkrankten wurden erst 5 Tage später genommen, zu einem Zeitpunkt also, wo unklar war, ob es in Magdeburg weitere Erkrankungsfälle gibt und ob sich die Erkrankten durch Lebensmittel oder Schmierinfektion angesteckt haben.
Ich frage Sie in diesem Zusammenhang:
Mit welcher Begründung wurden entsprechende Proben mit einer Verzögerung von 5 Tagen genommen?
Wie kann sichergestellt werden, dass das Magdeburger Gesundheitsamt in personeller und organisatorischer Hinsicht in der Lage ist, auf solche Ausnahmesituationen angemessen zu reagieren?
Ich bitte um eine kurze mündliche und ausführliche schriftliche Beantwortung.
Torsten Hans
Stadtrat
F0111/11 EHEC-Infektionswelle
S0185/11 Stellungnahme
