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Warnstreik bei Glencore in Magdeburg – Die LINKE ist solidarisch!

Das zweitgrößte Schweizer Unternehmen Glencore PLC ist zugleich das drittgrößte Bergbauunternehmen der Welt. Glencore weist es beim Abbau von Kupfer, Kohle, Zink, Silber und anderen Mineralien große Mängel bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards auf. Zahlreiche Gemeinden weltweit protestieren gegen die Unternehmenstätigkeiten von Glencore und daraus folgende Verletzungen ihrer Rechte. Sie werfen dem Konzern u.a. Umweltverschmutzung, Korruption, Steuervermeidung, die Gefährdung ihrer Gesundheit und die Missachtung der Rechte indigener Gemeinschaften vor. In seinen Unternehmensberichten verschweigt Glencore diese Vorfälle, obwohl verschiedene Fälle in den einzelnen Ländern auch vor Gericht verhandelt wurden oder noch werden.
Glencore ist einer der weltgrößten Rohstoffproduzenten und Rohstoffhändler mit Bergwerken, Hüttenwerken, Raffinerien und Schiffen; vor dem Börsengang vor einigen Jahren das Sinnbild für „verschwiegene Geschäfte“. Hauptsitz des Konzerns mit ca. 60.000 Beschäftigten ist die britische Kanalinsel und Steueroase Jersey. Aus der Schweiz heraus wird der Konzern von Ivan Glasenberg und Alex Beard geführt, die durch ihre Geschäfte unermesslich reich geworden sind. Größter Einzelaktionär ist die Holding des Terrorstaates Katar, aber auch die Firma BlackRock unter Führung des CDU-Politikers Merz hält ein großes Aktienpaket.
Die LINKE solidarisiert sich mit den Beschäftigten von Glencore in Magdeburg, die in einen Warnstreik treten müssen, um einen Tarifvertrag mit der zuständigen Gewerkschaft IG BCE zu erreichen. Produziert wird in Magdeburg hauptsächlich Biosprit auf Rapsbasis mit etwas mehr als 100 Beschäftigten an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr. Ganz bescheiden fordert die Gewerkschaft nicht mehr als die Anwendung des Tarifvertrages bezogen auf Entgelt, Arbeitszeit und alle anderen wesentlichen Inhalte – eigentlich eine Selbstverständlichkeit!
In den Unternehmensleitlinien von Glencore liest sich das ganz anders: »Wir sind uns bewusst, dass sich unsere Tätigkeiten auf unsere Gesellschaft und die Umwelt auswirken können. Wir nehmen unsere Leistungen in den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte und Arbeitsschutz sehr ernst. Wir respektieren die Rechte unserer Mitarbeiter und Auftragnehmer, einschließlich der Versammlungsfreiheit und Tarifvereinbarungen. Die Realität in Magdeburg sieht leider genau gegenteilig aus! Oder weiß die Konzernleitung vielleicht gar nicht, wie das örtliche Management agiert?
Die Linke unterstützt die Beschäftigten in ihrem berechtigten Bemühen auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, für die Anpassung der Arbeitszeit und Mitbestimmung über die Arbeitsbedingungen. Solidarität ist unsere Alternative zur Spaltung der Beschäftigten in den Branchen und zwischen Ost und West. Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen sowie ihrer Gewerkschaft viel Erfolg und werden den Arbeitskampf nach unseren Möglichkeiten unterstützen.
Stephan Krull Sprecher DIE LINKE. Magdeburg