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Pressemitteilung zur kleinen Anfrage (Drs. 19/1444) der AfD-Bundestagsfraktion

Die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag hat eine Kleine Anfrage (Drs.19/1444) zur Situation von schwerbehinderten Menschen in Deutschland gestellt. Bereits in der Vorbemerkung wird suggeriert, dass Inzest Hauptgrund für gerade auch bei Kindern auftretende Behinderungen sei. Darüber hinaus erfragt die AfD bei der Bundesregierung die Zahl der Behinderungen, die bei Kindern durch eine Heirat innerhalb der Familie auftreten und wie viele der Betroffenen einen „Migrationshintergrund“ haben.

Die Intention der Kleinen Anfrage liegt auf der Hand: Als Hauptursache von Behinderungen sollen inzestuöse Handlungen deklariert und das zutiefst sozialdarwinistische Weltbild von wertem und unwertem Leben, das dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte entstammt, gesellschaftlich reaktiviert werden.

Die Unantastbarkeit der Menschenwürde, die per Grundgesetz in diesem Land verankert ist, wird durch diese Anfrage seitens der AfD mehr als nur in Frage gestellt. Dieser gefahrvollen Entwicklung sollte seitens aller demokratischen Parteien und aller legitimierten Vertreter*innen des deutschen Rechtsstaates durch eine deutliche, politische Kritik und klare Signale der Distanzierung Einhalt geboten werden!