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Europa - und DIE LINKE mittendrin

Auf Einladung der Europaabgeordneten Martina Michels (DIE LINKE) fand vom 11. bis zum 13. September 2018 eine Besucherreise nach Straßburg zum Europäischen Parlament statt. Der Besuchergruppe gehörten sowohl GenossInnen, als auch SympathisantInnen und Freunde an, die auf vielfältige Weise mit unserer Partei verbunden sind.

Auch wenn nur eine kurze Zeit zur Verfügung stand hat es das Team um Martina geschafft, ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten. Nach ca. 10 Stunden Fahrt wurde das Hotel erreicht, welches sich auf der deutschen Seite des Rheins befindet – verkehrsgünstig und direkt an der Europabrücke, über die man nach Straßburg gelangt. Nach Bezug der Hotelzimmer wurde der Abend individuell gestaltet. So bestand unter den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Einige erkundeten schon selbständig Straßburg, andere wiederum genossen gemütlich den Abend bei dem einen oder anderen Getränk.

Im Mittelpunkt der Reise stand der vollgepackte Mittwoch. Schon früh am Morgen ging es gemeinsam mit der Stadtführerin Irmi Dillenbourg im Reisebus nach Straßburg. Schon auf der Hintour war viel Wissenswertes zu erfahren – die »Geschichte des Elsass«, eine Region am westlichen Rand des deutschen Sprachraums und der Sehnsucht der Region nach Freiheit und vor allem Frieden. So war die Region zwischen Deutschland und Frankreich durch Kriege immer wieder hin und her gerissen. Und schlagartig wird einem gerade in dieser Region wieder bewusst, dass die zurückliegenden Kriege noch gar nicht so lange her sind – auch wenn wir derzeit in der längsten Friedensperiode Europas leben.

Straßburg ist aber nicht nur aufgrund seiner Historik absolut schön und sehenswert, sondern auch politisch und anderweitig ein sehr interessanter Ort. In Straßburg sieht man auf den kleinen Flüssen Hausboote, grün bewachsene Häuser, riesige Bücherzellen aber auch ganze Straßen für Radfahrer – ja, richtig gelesen: In Straßburg gibt es ganze Straßen für Radfahrer, die vorher für den Autoverkehr freigegeben waren. Wer denkt, dass solche Maßnahmen jedoch den Publikumsverkehr drosseln würden, der irrt. Das Gebiet wurde noch lebendiger und von den AnwohnerInnen ebenfalls positiv angenommen. Genau so sieht die Zukunft lebenswerter Städte aus! Nachdem noch zu Fuß die wunderschöne Altstadt um den Straßburger Münster (La Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg) erkundet wurde, ging es zu einer schönen Bootsfahrt auf der Ill, um weitere interessante Dinge aus der über 200jährigen Geschichte Straßburgs zu erfahren.

Direkt vom Boot aus ging es dann ins Europäische Parlament. Dort gab Martina einen Einblick in ihre Arbeit und der Abläufe im Parlament. Da die Aussprachen des Europäischen Parlaments öffentlich sind, ging es noch für die TeilnehmerInnen auf die Besuchertribüne, um die gemeinsame Aussprache »Kunststoffstrategie und Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht« zu verfolgen. Fraktionsübergreifend war zu beobachten, dass die Problematik mit Plastemüll erkannt wurde und dagegen etwas getan werden muss. Richtig und wichtig: Es dauert Hunderte von Jahren, bis nicht recycelte Kunststoffe zersetzt sind – und so gelangen jährlich Millionen Tonnen von Kunststoffabfällen in den Meeren, zerfällt dort zuerst zu Mikroplastik, wird von Fischen mit der Nahrung aufgenommen und landet letztendlich, durch Fischfang, im menschlichen Körper. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Gesundheit sind bisher noch weitgehend unbekannt.

Zum Abschluss des Tages stand das gemeinsame Abendessen mit der Abgeordneten und deren MitarbeiterInnen auf dem Programm. Es gab, wie soll man es anders erwarten, typisch elsässisches Essen: Flammkuchen und Sauerkraut mit unterschiedlichen Fleischbeilagen. Hier blieb ebenfalls noch Zeit mit Martina und deren MitarbeiterInnen ins Gespräch zu kommen.

Am nächsten Morgen ging es dann pünktlich wieder zurück in Richtung Sachsen-Anhalt. Schöner hätte sich das kurzweilige Programm auch kaum noch gestalten lassen. So wurden kompakt und dennoch ausführlich neue Erkenntnisse vermittelt, Ideen ausgetauscht und Fragen beantwortet. Martina ist eine Politikerin »mit Berliner Schnauze«, die direkter und aufgeschlossener nicht sein könnte – eine Abgeordnete, der man bei der nächsten Listenaufstellung gerne die Daumen drückt.

Wer sich ebenfalls über die Arbeit von Martina Michels in Straßburg und Brüssel informieren möchte, findet aktuelle Informationen auf ihrer Homepage: www.martina-michels.de – ebenfalls besteht hier die Möglichkeit, einen Newsletter mit allen aktuellen Entwicklungen zu abonnieren.

Von Benjamin Dietrich (OV Magdeburg-Altstadt) & Ina Köhnkow (OV Schönebeck)