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8. Mai 2017 - Der Tag der Befreiung – Tag der Erinnerung

Der Stadtvorstand DIE LINKE. Stadtverband Magdeburg lud zur alljährlichen Kranzniederlegung am 8. Mai 2017 in den Nordpark am sowjetischen Ehrenhain ein, um der Befreiung Deutschlands und Europas von den gewaltverherrlichenden und menschenverachtenden nationalsozialistischen Mächten zu gedenken. Dieser Einladung folgten zahlreiche Mitglieder des Stadtverbandes, des Vereins Harmonia e.V. - Internationales Zentrum für Kultur, Bildung und Soziales in Sachsen-Anhalt- und  der russisch-orthodoxen Gemeinde in Magdeburg sowie Bürger*innen unserer Region.

Die Stadtvorsitzende, Gritt Kumar, hielt die Eröffnungsrede. Im Anschluss folgten emotionale Worte von Frau Olga Melnikova (Harmonia e.V.). Der Erzpriester der russisch-orthodoxen Gemeinde in Magdeburg, Boris Ustimenko, mahnte, diesen Tag und seine Bedeutung niemals in Vergessenheit geraten zu lassen. Mit einem Gebet gedachte er der gefallenen Sowjetsoldaten des Zweiten Weltkrieges.

In der Rede von Gritt Kumar wurde eines deutlich: Heute, im Jahr 2017, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Das Vorpreschen rechter Kräfte ist besorgniserregend und bedrückend.

»Das Ausgrenzen von Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Behinderung wird von diesen rechten Gruppen nicht nur offen propagiert, nein, es ist inzwischen salonfähig geworden.« so Gritt Kumar.

Die Politik rechter Kräfte ist inhuman, rückwärtsgerichtet und rechtskonservativ - sie ist ein Angriff auf alle Normen und Werte, die einem demokratischen Rechts- und Sozialstaat zugrunde liegen - ein Angriff auf die Demokratie an sich.

Zum Ende ihrer Rede machte sie denjenigen, die die Geschichte glorifizieren und den Holocaust leugnen, mit den Worten Bertolt Brechts eines klar: »Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.«

Gegen das Vergessen helfen nur Aufklärung, Sensibilisierung und eine klare Haltung gegen Rechts und für Humanität und Menschenrechte – gegen Krieg und Gewalt.