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Dennis Jannack

Straßenbenennungen

Antrag zur Stadtratssitzung am 18. März 2021

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Landeshauptstadt Magdeburg benennt eine Straße

  1. nach der Mitbegründerin und Leiterin des Instituts für Sozialhygiene der Medizinischen Akademie Magdeburg, Elfriede Paul,
  2. nach der Abgeordneten des Provinziallandtages der Provinz Sachsen, Concordia Hartmann,
  3. nach dem Vorstandsmitglied der 1919 gegründeten Magdeburger Arbeiterwohlfahrt, Elise Stapel, sowie ihrem Ehemann, dem Gründer der Magdeburger Kinderfreunde, Erich Stapel.

Der Antrag soll im KRB, FuG und in der Arbeitsgruppe Straßennamen beraten werden.

 

Begründung:

Die Widerstandskämpferin und ehemalige Ministerin für Arbeit, Aufbau und Wohlfahrt des Landes Hannover, Elfriede Paul, erhielt am 1. August 1956 den Ruf an die Medizinische Akademie Magdeburg, wo sie bis zum Jahre 1964 als erste Professorin lehrte und das Institut für Sozialhygiene mitbegründete und leitete. Das wissenschaftliche Interesse von Elfriede Paul galt vor allem dem Gesundheitsschutz der berufstätigen Frau. 1959 führte sie den “Medizinischen Sonntag” in Magdeburg ein und eröffnete 1961 die landesweit erste Ehe- und Familienberatungsstelle. Mit der Benennung einer Straße nach Elfriede Paul soll die Ärztin, Widerstandskämpferin, Hochschullehrerin und Frauengesundheitsforscherin geehrt werden.

„Concordia Hartmann, geb. Herzberg, wurde in Erfurt geboren. 1919 wurde sie die Leiterin der Arbeiterwohlfahrt in Magdeburg und richtete ein Kinderheim im Neustädter Fort ein, welches sie auch leitete. Während der gesamten Weimarer Republik war sie Mitglied im Magdeburger Stadtparlament und ab 1925 Abgeordnete im Provinziallandtag. In beiden Parlamenten setzte sie sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Praxis sozialer Fürsorge ein und unterstützte 1926 im Provinziallandtag die Bestrebungen zur Einrichtung von Mütterheimen. Kandidaturen der engagierten Sozialdemokratin für den preußischen Landtag blieben erfolglos. Im Provinziallandtag der Provinz Sachsen war Concordia Hartmann in den Jahren 1926/1927 Mitglied im Fürsorgeausschuss, im Jahre 1931 im Rechnungsausschuss und 1931/1932 in der Kommission zu fortlaufenden Beaufsichtigung der Provinzialanstalten auf dem Gebiet der Sozialfürsorge.“

Quelle: „VER|FOLGT Abgeordnete aus der Region des heutigen Sachsen-Anhalt, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945 in Deutschland wurden. Eine Dokumentation im Rahmen des Projekts GE|DENKEN. Herausgeberin: Die Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt. Seite 118“

Um die Notlage der vielen Arbeiter*innen-Familien zu lindern, engagierte sich Elise Stapel an der Seite von Concordia Hartmann im Vorstand der Magdeburger Arbeiterwohlfahrt. Fast täglich führte sie ihr Engagement im Kinderheim im Neustädter Fort 6a aus. Erich Stapel rief zur gleichen Zeit die Magdeburger Kinderfreunde ins Leben und engagierte sich stark für den Bau eines Kinderfreundeheimes im Schöppenstieg.

 

Anke Jäger                                                       Dennis Jannack
Stellv. Fraktionsvorsitzende                           Stellv. Fraktionsvorsitzender

A0033/21 Straßenbenennungen
-> der Antrag wude beschlossen
S0129/21 Stellungnahme der Verwaltung


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