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Jenny Schulz

Straßenbahn-Bevorrechtigung durchsetzen

Interfraktioneller Antrag zur Stadtrtassitzung am 19. März 2020

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt sicherzustellen, dass durch eine technische und organisatorische Optimierung der Lichtsignalanlagenschaltungen sowie eine bedarfsgerechte Steuerung an den auf der Strecke liegenden Verkehrskreuzungen eine Vorfahrt für die Straßenbahn geregelt wird. Diese ÖPNV-Beschleunigung soll auch in Zukunft durch eine enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Tiefbauamt, Aufgabenträger und MVB sichergestellt werden.

 

Begründung:

Es gibt viele Herausforderungen für Verkehrsunternehmen. Zum einen unpünktliche Straßenbahnen und Busse, lange Fahrzeiten und keine Anschlusssicherheit für den Fahrgast. Zum anderen herrscht ein hoher Fahrzeug- und Personalbedarf sowie lange Pufferzeiten – mit negativen Folgen für die Wirtschaftlichkeit eines Verkehrsunternehmens und deren städtischen Eigentümer.

An vielen Kreuzungen, erlebt man immer wieder dasselbe: die Bahn kommt und sieht Rot. Ein Beispiel hierfür ist die Trasse Westring/Südring. Auch die Staus an der Kreuzung mit der Halberstädter Straße liegen an der nicht optimierten Lichtsignalsteuerung und der fehlenden Spurfreimachung.

Auch Sperrflächen auf Gleisen führen zu freigehaltenen Trassen und sind deshalb sinnvoll.

Die Forderung, die Luftreinhaltung in den Städten zu verbessern, aber auch dem Klimawandel entgegenzuwirken, führt zu neuen Aufgaben, aber auch zu einem großen Vorteil des ÖPNVs und benötigt wachsende Fahrgastzahlen. Straßenbahnen sind per se Elektromobilität und in Magdeburg mit 100% Ökostrom betrieben. Im operativen Verkehrsmanagement führt deshalb im Interesse von Kommunen, Fahrgästen und Verkehrsunternehmen kein Weg an der Beschleunigung von Straßenbahnen vorbei. Kernelement als Basis für einen verlässlichen und wirtschaftlichen ÖPNV ist dabei die Lichtsignalanlagen-Beeinflussung.

Die Umsetzung und Qualitätssicherung von Beschleunigungsmaßnahmen ist und bleibt in der kommunalen Praxis ein organisatorischer Kraftakt, bei dem viele Akteure aus Verkehrsunternehmen, Tiefbauämtern und Fachverwaltungen mit ihren Fähigkeiten herausgefordert sind. Der schnellere Umlauf braucht weniger Fahrzeuge und bringt durch echte Zeitvorteile und Serviceverbesserungen neue Fahrgäste in die Bahnen.

Das Beispiel aus Dresden zeigt wie man ÖPNV optimieren und technisch weiterdenken und so als Kommune dem ÖPNV zu einem starken Rückgrat der Mobilitätswende verhelfen kann.

 

Madeleine Linke                              Olaf Meister                                     Jens Rösler
Fraktionsvorsitzende                      Fraktionsvorsitzender                    Fraktionsvorsitzender
Fraktion GRÜNE/future!                 Fraktion GRÜNE/future!                 SPD-Stadtratsfraktion

 

Jenny Schulz                                   Reinhard Stern
Fraktionsvorsitzende                      Stadtrat
Fraktion DIE LINKE                         CDU/FDP-Ratsfraktion

A0064/20 Straßenbahn-Bevorrechtigung durchsetzen
-> in die Ausschüsse überwiesen