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Rückblick, Ausblick und Bewegung: Die Linke in Magdeburg!

Rückblick, Ausblick und Bewegung: Die Linke in Magdeburg!

Beim gut besuchten Jahresabschluss unseres Stadtverbandes mit 40 Genossinnen und Genossen berichtete unsere Fraktionsvorsitzende Jenny Schulz aus dem Stadtrat und Eva von Angern aus dem Landtag. Matthias Höhn hatte als Bundestagsabgeordneter Grüße ausrichten lassen, konnte wegen einer anderen Veranstaltung leider nicht teilnehmen. Für den Stadtvorstand sprach Stephan Krull zur Situation der Partei und zu den politischen Herausforderungen. Ganz spontan entwickelte sich eine interessante Debatte. Das zeigt uns: die Mitglieder unseres Stadtverbandes wollen sich beteiligen, mitreden und mitmachen. Wir wollen das ermöglichen.

 

Die Lage unserer Partei ist gegenwärtig nicht gut – nicht in Magdeburg und nicht in Berlin. Maßstab müssen die großen politischen Aufgaben sein: Vor allem der Kampf gegen die Rechtsentwicklung, gegen die weitere Spaltung der Gesellschaft. Da es ein politisches Vakuum nicht gibt, dürfen wir keinen Platz machen für nationalistische und rassistische Positionen – weder in der Gesellschaft noch auf der Straße noch in den Parlamenten. Unsere Alternative ist die Solidarität. Vor der eigenen Haustür, in Europa und mit der Welt.

 

Der Stadtvorstand wurde am 21. September 2019 gewählt, ist also noch keine 100 Tage bei der Arbeit; dennoch haben wir schon etwas verändert und bewegt. Wir arbeiten im Stadtvorstand und mit der Stadtratsfraktion offen, ehrlich und respektvoll zusammen; das gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit der Landtagsfraktion (Eva von Angern) wie auch mit der Bundestagsfraktion (Matthias Höhn), und dem Landesvorstand. Auch zu Martina Michels, der Europaabgeordneten, gibt es gute Kontakte. Für unseren Stadtverband ist das durchaus bemerkenswert.

 

Wir können nicht weitermachen wie bisher!

Ausgangspunkt für dieses Herangehen war die Erkenntnis, dass wir nicht so weitermachen konnten und können! Die Ergebnisse der letzten Jahre (Landtagswahl, OB-Wahl und Kommunalwahl) dürfen sich nicht fortsetzen. Für die schlechten Ergebnisse sind wir nicht allein verantwortlich, wir müssen aber unseren Teil zu einer Trendwende beitragen. Dazu gehört eine kritische und selbstkritische Betrachtung unserer Arbeitsweise und unserer Strukturen. Dazu gehören konkrete Ideen für Problemlösungen heute wie für eine andere, bessere Gesellschaft (demokratischer Sozialismus) und eine entsprechend konsistente Praxis!

Dabei haben wir es auch mit einem Generationswechsel zu tun. Wir gewinnen im Moment weniger neue, junge Mitglieder als wir ältere Genossinnen und Genossen verlieren. Doch die neu hinzu gekommenen Mitglieder haben auch andere Erwartungen und andere Erfahrungen als die älteren. Das wollen wir nutzen.

 

 

13. Dezember 2019