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Presseerklärung des Stadtvorstandes

Geschichte nicht vergessen! Der 9. November |

„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist verdammt, sie zu wiederholen.“ Dieser Satz des Philosophen George Santayana hat bis heute Gültigkeit. Der neunte November ist mehrfach in die deutschen Geschichtsbücher eingegangen. Dazu erklärt der Stadtvorstand DIE LINKE.Magdeburg:

„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist verdammt, sie zu wiederholen.“ Dieser Satz des Philosophen George Santayana hat bis heute Gültigkeit. Der neunte November ist mehrfach in die deutschen Geschichtsbücher eingegangen. Dazu erklärt der Stadtvorstand DIE LINKE.Magdeburg:
„Am neunten November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland. Auch die in Magdeburg. Das und was danach mit der systematischen Verfolgung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden geschah, darf aus dem Gedächtnis der Menschen in dieser Stadt nicht verschwinden. Wie notwendig die ständige Erinnerung ist, zeigt der antisemitische Terroranschlag vor wenigen Wochen in Halle. DIE LINKE steht dafür, dass die Erinnerung wachgehalten wird, und setzt sich vehement dafür ein, dass Antisemitismus, Mord und Terror in dieser Stadt, in unserem Land keine Chance haben werden. Menschenhass, gleich gegen wen, ist kein Boden für eine demokratische Gesellschaft. Jetzt heißt es zusammenstehen für ein demokratisches Miteinander aller Einwohnerinnen und Einwohner, aller Religionen und Kulturen.
Am 9. November vor dreißig Jahren öffnete sich auch die Mauer zwischen Ost und West in Deutschland. Das ist auch den Vielen zu danken, die im Herbst 1989 auf die Straße gingen. Die Maueröffnung und der danach folgende Beitritt der DDR zum Staatsgebiet der Bundesrepublik bot eine Chance für die Entwicklung eines friedliebenden Deutschlands, in dem alle Menschen in Frieden und Wohlstand leben können. Für viele Menschen vor allem aus dem Osten hat sich diese Hoffnung, trotz vieler Verbesserungen und zahlreicher Neuanfänge, bis heute nicht erfüllt. Zu den Veränderungen gehört für sie ein dramatischer Bruch ihrer Lebenswelt. Sie mussten nicht nur neue Arbeit finden, für Viele bedeutete die Wende jahre- und jahrzehntelange Arbeitslosigkeit. Bis heute gibt es keine Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West. Bis heute ist der Osten die verlängerte Werkbank des Westens. Bis heute fließen Gewinne, die hier erwirtschaftet werden, in die Kassen der Unternehmen im Westen. Und bis heute ist das Verständnis davon, was der Osten in die Vereinigung einzubringen hatte, im Westen und teilweise auch im Osten unterentwickelt. Auch dieser Vergangenheit muss sich die bundesdeutsche Gesellschaft jetzt stellen.
Und schließlich ist der neunte November der Tag, an dem im Jahre 1918 die erste sozialistische Republik ausgerufen wurde. Damals wurde endlich der der erste Weltkrieg beendet. Die erste sozialistische Republik hatte nur kleine, bis heute andauernde Erfolge wie das Frauenwahlrecht und den gesetzlichen 8-Stunden-Tag. Die daraus entstandene Weimarer Republik ist auch daran gescheitert, dass die demokratischen Kräfte nicht zum gemeinsamen demokratischen Handeln gegen den aufkommenden Faschismus bereit und in der Lage waren.
Die Debatten um notwendige gesellschaftliche Veränderungen heute machen deutlich, wie wichtig es ist, sich der Vergangenheit zu stellen und aus ihr zu lernen.“