Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Stephan Krull

MVB - Preissteigerungehn konsquent beenden!

Die Corona–Krise hat viele Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft hart getroffen. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde nicht verschont. Galt der ÖPNV noch im Januar und Februar diesen Jahres als ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende und Klimaschutz, wurde er wenige Wochen später als ein Hotspot der Verbreitung des Coronavirus dargestellt. Im Shutdown und danach mieden viele Menschen aus Angst und Sorge den öffentlichen Nahverkehr und stiegen auf andere Verkehrsmittel um. Die im August diesen Jahres ausgesetzten Preiserhöhungen bei unserer MVB waren ein richtiger und wichtiger Schritt, um nicht noch weitere Kundinnen und Kunden zu verlieren. Ein gutes Hygienekonzept und der unermüdliche Einsatz der Mitarbeiter*innen der MVB garantierte auch in der Krise, dass viele Menschen mobil blieben und zu ihrem Arbeitsplatz kamen, ob in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder die Lebensmittelgeschäfte. Dafür danken wir ausdrücklich und gratulieren zum erfolgreichen Abschluss des neuen Tarifvertrages, der eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst vorsieht.

Wir, DIE LINKE. Magdeburg, lehnen die zum Januar kommenden Jahres angekündigten Preiserhöhungen in der Landeshauptstadt ab. Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen sind längst nicht ausgestanden.

Im Gegenteil: Viele Menschen haben durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit enorme Abstriche bei ihren Einkommen machen müssen. Gerade jetzt wäre es sozial unverantwortlich und nicht erklärbar, Preissteigerungen vorzunehmen. Es besteht die Gefahr, dass ein Teil dieser Menschen aus finanziellen Gründen ihre Mobilität einbüßen werden.

Es zeigt sich zudem, dass die öffentliche Hand (Bund/ Land/ Kommune) schon jetzt einen Großteil der Gelder für den Nahverkehr bereitstellt. Die Einnahmen durch Fahrgäste machen nur noch einen geringen Teil der eigentlichen Kosten aus. Zielführend wäre eine konsequente Ausfinanzierung der Nahverkehrsunternehmen im Land, um alle Menschen unabhängig ihrer finanziellen Situation mobil zu machen. Dies kann durch eine Umverteilung von öffentlichen Geldern, die augenblicklich als Milliardensubventionen an die Automobilindustrie fließen, realisiert werden.

Wir streiten und kämpfen für einen kostenfreien Nahverkehr, da Mobilität für uns nicht nur die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist, sondern auch für nachhaltigen Klimaschutz steht.

Kontakt und Nachfragen:

Stephan Krull für den Stadtvorstand stephan@krullonline.de oder René Hempel für die Stadtratsfraktion:  Tel. 01725621775