Aktuelle Pressemitteilung

PRESSEMITTEILUNG

Magdeburg, 09. Mai 2012


Vor Ort-Termin im Schrotepark – Bauvorhaben scharf kritisiert

Wer auf dem Schroteradweg mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß unterwegs ist, weiß den Reiz dieses einzigartigen Grünzuges zu schätzen.
In diesem grünen Band, dass sich entlang der Schrote von der Stadtmitte in Richtung Westen bis zum Stadtrand windet, gibt es einen beachtlichen Altbaumbestand, Kinderspielplätze und immer wieder grüne Bereiche, die zum Verweilen einladen. 
Die Wohnbebauung rechts und links der Schrote hat bisher nicht über die Einmaligkeit dieses Grüngürtels dominiert. Es scheint als wäre das architektonische Grundprinzip typischer Gartenstadtbauten in der Vergangenheit bewusst eingehalten worden. Das betrifft auch den „in die Jahre gekommenen„ Gewerbe- bzw. Handwerkerhof zwischen Hugo-Vogel-Straße und H.-Zille-Straße, der mit seinem kleinen Türmchen geradezu darauf wartet, in eine städtebauliche Aufwertung einbezogen zu werden. Wenngleich dieses Areal im Moment noch einen verwahrlosten Eindruck macht, erkennt man doch das Entwicklungspotenzial, das in ihm steckt. Mit dem angrenzenden Schroteradweg, der den Elberadweg mit dem Aller-Harz-Radweg verbindet, gewinnt dieser Komplex zusätzlich an Bedeutung für den Tourismus in unserer Stadt.
Nun soll hier gebaut werden. Eigentlich eine gute Sache, wird doch so der vermeintlichen Unordnung und Verwahrlosung in diesem Bereich endlich zu Leibe gerückt.
Der Bebauungsplan sieht vor, hier einen Reihenhausriegel, 2 Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhäuser zu errichten.


Im Wissen um diesen sehr sensiblen Bereich hat die Fraktion DIE LINKE am Montag (7.5.2012) einen Vor-Ort-Termin durchgeführt und ist dabei mit den Investoren und auch mit Anwohnern des „Entwicklungsgebietes“ ins Gespräch gekommen.

Ohne die Pläne der Investorinnen und Investoren durchkreuzen zu wollen, wurde unsererseits konstatiert, dass das bisherige Prinzip der Bebauung durchbrochen werden soll. Es sind vor allen die Höhenmaße und die Blockbauweise, die sich sehr aufdringlich von der umliegenden typischen „Gartenhaus-Bauweise“ abheben und die bisherige Harmonie zwischen Natur und Wohnbebauung zerstören würden.
Diskussionswürdig ist meiner Meinung nach unbedingt auch die quetschende Enge zwischen der geplanten Bebauung und dem Schroteradweg. Drei oder sogar 4-geschossige Bauten bei einem Abstand von nur 2m zum Radweg müssen einfach die Erholungs- und Aufenthaltsqualität beeinträchtigen und schmälern damit die Bedeutung dieses Radweges für Freizeit und Tourismus.
Hier muss ganz einfach nachgebessert werden.

Bernd Krause
Stadtrat