Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages, Rosemarie Hein, die Ganztagsschule „J. Gutenberg“ in Wolmirstedt. Nach der Besichtigung der Schule und nach dem Gespräch mit dem Schulleiter, Herrn Thiel, erklärte sie zu aktuellen bildungspolitischen Fragen:
„Die Arbeit der Schule ist beeindruckend und zeigt, dass es möglich ist, mit einem überzeugenden Schulkonzept und selbstorganisiertem Lernen ein produktives Lernklima zu schaffen, in dem Schülerinnen und Schüler gerne lernen und Lehrerinnen und Lehrer gerne lehren. In dieser Sekundarschule hätte ich Lust wieder Lehrerin zu sein. Die neuesten Ideen der Bundespolitik dagegen helfen wenig, die Lernmotivationen und Lernergebnisse zu bessern, sei es das von Cornelia Pieper, FDP, propagierte Zentralabitur oder die Bildungschipkarte der Bundesarbeitsministerin, Ursula von der Leyen.
Wer ein Zentralabitur einführt wird am Ende sehen, dass die Gymnasien wieder mehr zur alten Paukschule werden, die modernen Bildungserfordernissen nicht genügen kann. Bildungschipkarten können weder die sozialen Benachteiligungen wirklich beseitigen noch bessere Bildungsergebnisse bewirken. Not tut dagegen ein angemessener und auskömmlicher Regelsatz für Heranwachsende, die von Transferleistungen abhängig sind, der die besonderen Erfordernisse von Kindern und Jugendlichen und ihre Bildungsbedürfnisse berücksichtigt. Außerdem ist es hohe Zeit, endlich in den Schulen bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, damit erfolgreiches Lernen für alle möglich ist.“ Die Bildungspolitikerin der LINKEN, Rosemarie Hein, regt dagegen an, das Geld, das für und über Chipkarten ausgegeben werden soll, besser zu nutzen, um allen Kindern in Kindereinrichtungen und Grundschulen ein gesundes Mittagessen zur Verfügung zu stellen.